30. Januar 2019

Bhutan-Delegation bei PRIMAVERA

Bei ihrem Besuch bei PRIMAVERA haben sich die Mitglieder der Bhutan-Delegation und PRIMAVERA darauf verständigt, die bestehende Kooperation weiter auszubauen. Ziel ist es, möglichst viel Wertschöpfung in Bhutan zu belassen.

Bhutan Delegation bei PRIMAVERA

Hochrangiger Besuch aus Bhutan am PRIMAVERA-Firmensitz in Oy-Mittelberg: Bhutans EU-Botschafterin Pema Choden stellte anlässlich seiner offiziellen Antrittsreise in Berlin den neuen Landwirtschaftsminister Yeshey Penjor vor. Mit einer 6-köpfigen Delegation reiste die Botschafterin in diesem Zusammenhang nun bereits zum zweiten Mal nach Oy-Mittelberg zu PRIMAVERA. Denn der Ausbau dieser partnerschaftlichen Kooperation ist für das Land am Himalaya und auch PRIMAVERA sehr wichtig. Empfangen wurde die Delegation von den beiden PRIMAVERA-Gründern und -eigentümern Ute Leube und Kurt Ludwig Nübling. Dr. Irmela Harz vom PRIMAVERA-Anbaupartner BIO BHUTAN sowie die Allgäuer Europa-Abgeordnete Ulrike Müller (MdEP/FW) erwiesen dem hohen Besuch ebenfalls die Ehre, mit dabei war auch Theo Haslach, der Bürgermeister von Oy-Mittelberg.

Beide Seiten – Bhutan und PRIMAVERA – wollen die seit inzwischen vielen Jahren erfolgreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen. Getragen wird sie von starken gemeinsamen Werten: In dem demokratisch regierten Königreich ist Glück als Staatsziel in der Verfassung verankert. Umweltschutz und Bio-Anbau gehören zu den tragenden Säulen des von der Regierung angestrebten „Bruttonationalglücks“. Bei PRIMAVERA sind ökologische Verantwortung und nachhaltiges Handeln zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

„Die Bio-Anbaupartnerschaft mit Bhutan ist für uns alle eine Herzensangelegenheit“, sagt Ute Leube. „Sie sichert den Familien ein sicheres Einkommen, bewahrt die Natur und erlaubt uns die Arbeit mit einem unvergleichlich reinen und hochwertigen Naturprodukt. Eine Konstellation, von der alle Seiten profitieren und die wir deswegen in Zukunft noch vertiefen wollen.“

Handgeerntetes Lemongrass: Naturschutz und wichtige Einkommensquelle

Bhutan ist die Heimat des dort wild wachsenden Lemongrasses. Es wächst im Osten des Landes an steilen Hängen und ist eine wichtige Einkommensquelle für die Landbevölkerung. Da es nur mit der Sichel von Hand geerntet, nicht aber ausgerissen wird, hilft der Anbau zugleich dabei, einer Erosion des Bodens vorzubeugen. Nach verschiedenen Erkundungsreisen durch die beiden Unternehmensgründer Ute Leube und Kurt Ludwig Nübling bezog PRIMAVERA Anfang der 90er Jahre das erste Mal Lemongrassöl aus dem Himalaya, das als naturreines ätherisches Öl angeboten oder in zertifizierter Bio-Naturkosmetik weiterverarbeitet wird. Das Öl wirkt antibakteriell, antiviral, verdauungsfördernd, immunstärkend und gefäßerweiternd. Deswegen findet es unter anderem in der Venenpflege, bei Erkältungskrankheiten, Erschöpfungszuständen, Magen-Darm-Störungen und Kopfschmerzen Anwendung.

Seifenproduktion im Bhutan: Hilfe zur Selbsthilfe

Mittlerweile wird das Lemongrass auch in einer Seifenmanufaktur verarbeitet. Zusammen mit BIO BHUTAN und dem Engagement von PRIMAVERA wird dort nun eine Naturseife mit traditionellen bhutanischen Heilpflanzen wie Senföl, Ingwerstücken und dem ätherischen Öl aus Lemongrass in Handarbeit hergestellt. Die Verwendung der heimischen Pflanzen trägt zur Erhöhung der Wertschöpfung und damit zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit des Landes bei und fördert den in der Verfassung Bhutans verankerten Umweltschutz, indem die biologische Vielfalt geachtet und gefördert wird. Durch diese zusätzliche Verdienstmöglichkeit erhalten die Menschen, vor allem Frauen, die Möglichkeit, das Familieneinkommen zu verbessern. Mittlerweile ist die Naturseife fester Bestandteil des PRIMAVERA Sortiments.

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