Know-How-Transfer Naturkosmetik-Herstellung Anbaupartner Bio-Bhutan
12. April 2018

Know-how-Transfer als Basis konsequent nachhaltigen Handelns

Soziale Verantwortung: Hilfe zur Selbsthilfe

Im Osten des Landes befindet sich das Erntegebiet des Lemongrass-Projektes unter der Obhut von BIO BHUTAN. Seit mehr als 25 Jahren ernten hier nun die Bauern des Projektes das aromatische Gras von Hand und destillieren daraus das ätherische Öl. BIO BHUTAN stellt sicher, dass die Menschen für ihre Arbeit faire Löhne erhalten und ist bestrebt, weitere Nutzungsmöglichkeiten für das ätherische Öl zu finden. In zahlreichen Aromatherapie-Rezepturen von PRIMAVERA ist Lemongrassöl enthalten. Das frische ätherische Öl fängt die ganze Klarheit und Unberührtheit dieses Landes ein und hat nachweislich hohe antibakterielle Eigenschaften, die z. B. über eine sanfte Raumbeduftung besonders effizient zum Tragen kommen.

Siebzehn Jahre arbeitete die promovierte Agraringenieurin Dr. Irmela Harz zunächst im Rahmen eines Projektes der Europäischen Kommission zu Sammlung und Anbau von Arzneipflanzen für die traditionelle Medizin in Bhutan in Thimphu, der Hauptstadt Bhutans. Auf der Suche nach seltenen Arzneipflanzen lernte Dr. Irmela Harz entlegene Hochtäler im Himalaya an der Grenze zu Tibet kennen wie auch die Grenzregionen zu Indien im Süden. Mit Unterstützung der Schweizer Entwicklungshilfe HELVETAS gründete Dr. Harz mit ihrer Partnerin Karma Yangzom im Jahr 2004 die Firma Bio Bhutan. Im Jahr 2012 übernahm Ehemann Ugyen die Leitung der Firma.

Naturseife Lemongrass Ingwer

Seifenprojekt: für selbstbestimmtes Leben

Im Jahr 2009 ist das Seifenprojekt entstanden, bei dem sich BIO BHUTAN um die Entwicklung, Produktion und Vermarktung kümmert. Das Seifenprojekt bietet den Familien langfristige Hilfe auf dem Weg in die Unabhängigkeit. Sie hilft den Menschen, ihr Leben positiv zu verändern, durch mehr Einkommen und bessere Bildung. Mittlerweile ist die handgemachte Naturseife mit dem frischen Duft des Lemongrasses fest im Standard-Sortiment von PRIMAVERA integriert.

Einzigartiger Know-how-Transfer – Lernen vor Ort bei PRIMAVERA

Know-How-Transfer mit Anbaupartner bei PRIMAVERAInitiiert über BIO BHUTAN kam im Sommer 2017 eine Gruppe von Mitarbeitern unseres Anbaupartners aus dem Land des Donnerdrachens zu PRIMAVERA. Ziel war es, Know-how zu vermitteln, wie Naturkosmetik entwickelt und hergestellt werden kann. So könnte sich für Bhutan ein weiterer innovativer Geschäftszweig erschließen, der den Menschen noch bessere Perspektiven ermöglicht. Dieses Schulungsprojekt dürfte in dieser Art einzigartig sein: Üblicherweise unterliegen Rezepturen und Herstellungsverfahren der unternehmerischen Geheimhaltungspflicht und werden nicht kommuniziert. Andrea Dahm, Produktmanagerin bei PRIMAVERA und gleichzeitig verantwortlich für Bio-Anbaupartnerschaften sowie das Thema Nachhaltigkeit: „Es ist in unserer Branche absolut einzigartig, dass fachliches Wissen so detailliert geteilt wird. Aber es ist die Fortführung dessen, was wir vor 30 Jahren mit dem Beginn der freundschaftlichen Beziehungen angefangen haben.“ Und die Unternehmensgründer Ute Leube und Kurt L. ergänzen: „Wir möchten nicht nur einmalig etwas anstoßen, sondern die Zusammenarbeit verlässlich, sorgfältig und nachhaltig pflegen. Es ist uns Anliegen und Herzenswunsch, auf diese Weise zu globalem Wohlbefinden beizutragen.“
Bereits 2016 hatte PRIMAVERA außerdem eine Duftreise nach Bhutan für seine Fachhändler organisiert, die beeindruckt waren von Land, Leuten und der wirtschaftlichen Entwicklung unter nachhaltigen Prämissen. Aufgrund der großen Nachfrage ist eine weitere Reise im Herbst 2018 geplant.
Die Pflanzen, aus denen die hochwirksamen PRIMAVERA-Öle gewonnen werden, kommen aus aller Welt: „Idealerweise von dort, wo die Pflanze ihren Ursprung hat und am besten gedeiht. Die Wirkstoffe sind dann auch am besten entwickelt“, erläutert Ute Leube das hohe Qualitätsbewusstsein an die PRIMAVERA-Rohstoffe. „Der Aufbau einer Bio-Anbaupartnerschaft ist ein Geben und Nehmen, man lernt gegenseitig auf Augenhöhe, das ist ein fließender Prozess. In Bhutan haben wir hier eine Konstellation geschaffen, auf die wir gemeinsam stolz sein können“, ergänzt Kurt L. Nübling. „Denn wir sind überzeugt davon, dass nur so ein positives Miteinander auch in der Zukunft dauerhaft Früchte trägt.“

Weitere News

^Top