8. Dezember 2020

Charité: Studie zu ätherischen Ölen

Der Name Charité steht seit mehr als 200 Jahren für medizinische Versorgung, Forschung und Lehre auf internationalem Spitzenniveau. Komplementäre Therapien, die den Menschen als Ganzes sehen, sind dort längst etabliert.

Die Zusammenarbeit zwischen der Charité und PRIMAVERA nimmt nun auf wissenschaftlicher Projektebene konkret Formen an: In einer  Studie, die noch in diesem Jahr startet, geht es um die komplementäre Versorgung von Krebspatient*innen, vor allem in der Frauenheilkunde.

Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass sich aromatherapeutische Interventionen positiv auf Schlaf, Unruhe und Angst bei Patient*innen unter onkologischer Therapie auswirken können. Diese These soll durch Fragebögen und Ratingskalen und durch Interviews evaluiert werden. Im Zentrum steht dabei das subjektive Erleben aus Sicht der Patient*innen.

An der Charité haben sich seit einigen Jahren Angebote verschiedenster komplementärer Therapierichtungen etabliert. In mehreren Instituten und Arbeitsgruppen werden außerdem, wie auch jetzt, Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von komplementärmedizinischen Verfahren sowie zur Evaluation integrativmedizinischer Ansätze durchgeführt.

Das ist wichtig, weil alternative Medizin aufgrund der (noch dürftigen) Studienlage und des damit fehlenden wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweises stark benachteiligt ist. Allerdings wächst die Zahl aufgeschlossener (Schul-)Mediziner, die auch Erkenntnisse aus der Erfahrungsmedizin - der die Aromatherapie zugerechnet wird - anerkennen.

Bereits 2019 war PRIMAVERA Gast bei der Charité Summerschool. Dort wurden alternative Behandlungsansätze im Zusammenspiel mit klassischen Behandlungsmethoden diskutiert. Die sogenannte integrative Medizin ergänzt klassische schulmedizinische Konzepte um komplementäre Ansätze wie Phytotherapie, anthroposophische, chinesische oder indische Medizin.

Ziel ist es, Krankheiten durch Prävention und Salutogenese (Gesunderhaltung) möglichst vorzubeugen. Auch die Aromatherapie wird in diesem Kontext von immer mehr Ärzten und Klinikentscheidern konstruktiv in die Diskussion eingebunden. Die Rückbesinnung auf die Heilkräfte der Natur wird mittlerweile ernstgenommen, erforscht und in Studien und Projekten evaluiert.

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