15. August 2018

Hautpflege mit Johanniskrautöl

Johanniskraut wird seit Jahrhunderten für seine stimmungsaufhellende und psychisch ausgleichende Wirkung geschätzt. Weniger bekannt ist die äußerliche Anwendung als Hautpflege in Form eines öligen Auszugs (Johanniskrautöl).

Dafür wird ein Ölmazerat, ein Auszug von Johanniskraut in einem fetten Pflanzenöl, hergestellt. Das entstehende Öl hilft mit der Energie und Kraft der Sonne, neu aufzubrechen. Es fördert die Regeneration der oberen Hautschicht und wird zur unterstützenden Pflege von Schnitt- und Schürfwunden, bei Prellungen, Verstauchungen, Sonnenbrand und zur Narbenpflege eingesetzt. Auch in der Pflege von trockener und rissiger Haut hat es sich bewährt.

Immer wieder wird allerdings gerade in den Sommermonaten auf die vermeintlich photosensibilisierende Wirkung von Johanniskraut hingewiesen. Danach führt die Verwendung von Johanniskraut-haltigen Produkten zu Symptomen wie übermäßigem Sonnenbrand oder einer veränderten Pigmentierung. Nach aktueller Studienlage gibt es allerdings keine Hinweise auf eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, wenn Johanniskrautöl als Körperöl äußerlich bei intakter Haut angewendet wird.

Johanniskrautöl - äußerlich angewandt auch im Sommer eine gute Wahl

Johanniskrautöl bio

In einer Studie zum Thema wurden die photosensibilisierenden Effekte einer Creme mit Johanniskraut und einem Johanniskrautöl vergleichend untersucht. Dabei konnten keine nennenswerten Auswirkungen auf die Lichtempfindlichkeit der Haut festgestellt werden. Der Gehalt an Hypericin, also des Wirkstoffs, der für die Photosensibilisierung verantwortlich ist, lag dabei in den in der Studie verwendeten Produkten beim Fünffachen des Johanniskrautöls von PRIMAVERA. Generell gilt, wie bei allen Körperpflegeprodukten, dass bei ausgedehnten Sonnenbädern zusätzlicher UV-Schutz nötig ist, um die Hautgesundheit zu erhalten.

„Besondere Vorsicht ist allerdings bei hellhäutigen Hauttypen und Menschen mit Hautkrankheiten geboten“, weiß Astrid Holstein, die beim Bio-Pionier PRIMAVERA für Forschung und Entwicklung verantwortlich ist.

Beipackzettel von Arzneien mit Johanniskraut sorgen für Verwirrung

Die Sorge vor gesteigerter Lichtempfindlichkeit der Haut rührt nach  Holsteins Einschätzung von Arzneimitteln, in denen Johanniskraut als Extrakt und nicht als Öl-Mazerat enthalten ist. Vielfach ist erhöhte Lichtempfindlichkeit dort als seltene Nebenwirkung im Beipackzettel aufgeführt. „Bei den Warnungen zur Photosensibilisierung werden die Pflanze, die daraus hergestellten Produkte und unterschiedlichen Anwendungsformen – innerlich als Nahrungsergänzung oder Arzneimittel, äußerlich als Kosmetikprodukt – oftmals in einen Topf geworfen. Dadurch entsteht beim Anwender völlige Verwirrung“, so Holstein. Die verschiedenen Produktformen enthalten aber unterschiedliche Inhaltsstoffe, die in ihren Wirkweisen und ihrer jeweiligen Anwendungsform individuell betrachtet werden müssen.

„PRIMAVERA hat seit der Einführung des Produktes Johanniskrautöl keine Reklamationen oder Rückmeldungen von Kunden erhalten, die über eine erhöhte Lichtempfindlichkeit ihrer Haut geklagt haben. Wir schätzen die äußerliche Anwendung von Johanniskrautöl deswegen als unproblematisch ein“, erklärt Linda Schaar, Produktmanagerin bei PRIMAVERA im Bereich Aromatherapie. Das PRIMAVERA Johanniskrautöl bio auf Basis von kaltgepresstem, naturbelassenem Olivenöl aus kontrolliert-biologischem Anbau wirkt wärmend, lindernd und wohltuend. Es dient als ideale Basis für viele gesundheitsfördernde Aromatherapie-Rezepturen.

Rezept Körperöl „Auszeit“ zum Selbermischen:

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