23. Juli 2020

Echter Lavendel: Arzneipflanze des Jahres

Schon die Römer nutzten Lavendel, um ihre Bäder und Wäsche zu beduften. Der Name Lavendel leitet sich vom lateinischen Wort „lavare“ ab, was „reinigen“ bedeutet. In der Naturheilkunde wird er traditionell bei Unruhe und Schlaflosigkeit eingesetzt.

Seit Jahrhunderten schätzen die Menschen das ätherische Öl des Echten Lavendels für seine beruhigende und entspannende Wirkung. Was viele nicht wissen: Das mit dem Echten Lavendel verwandte Lavandin sieht ähnlich aus und duftet auch ähnlich, hat aber eine etwas andere Wirkung. Wer ätherisches Lavendelöl für aromatherapeutische Anwendungen nutzen möchte, sollte also darauf achten, die jeweils geeignete Sorte zu verwenden.

Lavendel fein bio

„Weil es relativ viele Lavendelarten gibt, werden diese häufig verwechselt“, weiß Maria von Känel, Produktmanagerin bei PRIMAVERA. „Viele denken bei Lavendel an die Bilder von blau-lila leuchtenden Feldern in der Provence. Dabei wächst dort oft gar kein Echter Lavendel, sondern meistens Lavandin.“

Echter Lavendel, mit botanischem Namen Lavandula angustifolia, wächst auf Feldern in einer Höhe ab 500 Metern und wird am besten in der Mittagshitze geerntet. Dann ist die Ausbeute des ätherischen Öls am höchsten, weil sich die Pflanze vor der Hitze schützt. Bei PRIMAVERA wird dieser Lavendel unter dem Namen „Lavendel fein“ angeboten. Es gibt auch den Echten Berglavendel. Dieser wächst wild in einer Höhe ab 800 Metern und wird in mühsamer Handarbeit mit der Sichel geerntet, ebenfalls am besten in der Mittagshitze. Man hat festgestellt, dass das Spektrum der Inhaltsstoffe im ätherischen Lavendelöl reichhaltiger ausfällt, je höher das Anbaugebiet liegt. Daher verwendet PRIMAVERA hier die Bezeichnung „Lavendel Extra“. Das ätherische Lavendelöl stammt aus zertifizierter Wildsammlung unter anderem von einem Bio-Anbaupartner in Frankreich, wo von Hand gesichelt wird.


Echter Lavendel: Der Alleskönner für Körper und Seele

Schon die Römer nutzten Lavendel, um ihre Bäder und Wäsche zu beduften. In der Naturheilkunde wird Lavendel traditionell bei Unruhe, Nervosität und Schlaflosigkeit eingesetzt. Er wirkt ausgleichend, beruhigend, stimmungshebend, schlaffördernd und angstlösend. Verantwortlich für diese Wirkung sind verschiedene Inhaltsstoffe, vor allem Ester und Monoterpenole.

Auch bei der Pflege von Hautirritationen hat sich der Echte Lavendel bewährt. So wirkt sein ätherisches Öl unter anderem ausgleichend, regenerierend und entzündungshemmend. Es bringt die Haut in Balance. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben die Wirksamkeit von Echtem Lavendel bestätigt. Seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten machen ihn zu einem Alleskönner, der in keiner Haus- und Reiseapotheke fehlen sollte.

Das ätherische Öl des Echten Lavendels ist außerdem eines der wenigen Öle, das punktuell unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden kann, weil es nicht nur unser Nervenkostüm, sondern auch die Haut beruhigt und regeneriert. Normalerweise sollten ätherische Öle ausschließlich verdünnt angewendet werden.

 
Lavandin demeter



Lavandin, die „aktivere“ Verwandtschaft

Häufig wird der Echte Lavendel mit seinem Artgenossen Lavandin verwechselt. Kein Wunder: Wer Unterschiede erkennen will, muss schon ganz genau hinsehen. Doch es gibt sie: Wo Echter Lavendel keine Verzweigungen, sondern Blüten hat, die ganz oben an einem langen Stängel sitzen, ist der Stängel beim Lavandin (botanisch lavandula x intermedia) verzweigt.

Auch bei den „inneren Werten“ gibt es große Unterschiede. So duftet Lavandin zwar ebenso krautig-frisch wie der Echte Lavendel, wirkt aber aufgrund seines 4-6-prozentigen Kampfergehalts eher anregend und erfrischend, die beruhigende Wirkung kommt hier nicht zum Tragen. Lavandin wirkt auch auf emotionaler Ebene eher aktivierend, belebend und sorgt für Klarheit. Körperlich angewendet wird Lavandin gerne in Sportmassageölen, als reinigender Duft oder in tonisierenden Beinsprays für den Sommer.

 

Rezept Entspannung „to go“:

Lavendelanbau

Einen Tropfen Lavendel fein pur auf den Ohrläppchen verreiben und eine entspannende Ohrmassage machen. Der beruhigende Duft steigt schnell in die Nase und wirkt gleichzeitig über die Haut.

Einige Tropfen Lavendel fein in Aloe Vera Öl bio ergeben ein wunderbares After-Sun Öl, das die Haut entspannt. Hier kann man auf 100 ml Aloe Vera Öl bio ca. 10 Tropfen Lavendel fein rechnen.


Rezept Duftmischung zum Einschlafen

4 Tropfen Lavendel fein bio
2 Tropfen Bergamotte bio
1 Tropfen Myrte Anden bio
Ätherische Öle in eine Duftlampe, den Vernebler oder auf einen Duftstein tropfen.


Rezept Hand-Hygienespray

30 ml Alkohol (z.B. Wodka)
30 ml Mandelöl bio
30 ml Wasser
10 Tropfen Lavendel fein bio
2 Tropfen Zitrone bio
5 Tropfen Teebaum bio
Alkohol und ätherische Öle in eine leere Sprühflasche füllen. Mandelöl hinzugeben und mit Wasser auffüllen. Vor Gebrauch gut schütteln, auf die Handflächen sprühen und verreiben.


Rezept Entspannendes Kräuterbad

10 g Kamillenblüten
10 g Lavendelblüten
2 Tropfen Lavendel fein bio
Getrocknete Blüten und Blätter in eine Schüssel geben. Ätherisches Lavendelöl hinzugeben und vermengen. Die Mischung in einen Teefilter füllen und mit einem schönen Band verschließen. Den Beutel direkt in das heiße Wasser in der Badewanne geben.

*https://de.wikipedia.org/wiki/Heilpflanze_des_Jahres
**https://www.primaveralife.com/qualitaet/sichere-anwendung

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