17. April 2019

Gemeinsam gegen den Klimawandel

Zu der Initiative zählen bereits 600 Firmen aus den verschiedensten Branchen. Weitere Unternehmen, die mit ihren Geschäftsmodellen und Innovationen zu mehr Nachhaltigkeit beitragen, können den Aufruf online unterstützen.

„Wenn seit Monaten Tausende Schüler und Studenten in aller Welt auf die Straße gehen, um für mehr Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft zu demonstrieren, dann können wir als nachhaltig denkende und wirtschaftende Unternehmen Solidarität bekunden, denn die nachfolgende Generation ist die Zukunft“, sagt Kurt L. Nübling, Mitgründer und -eigentümer des Allgäuer Bio-Pioniers PRIMAVERA.

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Deswegen hat sich PRIMAVERA der Initiative #EntrepreneursForFuture angeschlossen, in der sich Unternehmen dafür einsetzen, mit innovativen Produkten, Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen mehr für den Klimaschutz zu tun. Zu den Initiatoren zählen UnternehmensGrün (Koordination), SEND, BÖLW, vsf, Eco Innovation Alliance und AöL. Weitere Unterstützer sind der Bundesverband Carsharing, der Bundesverband Deutsche Startups, The Beam und forum Nachhaltig Wirtschaften. Die Unternehmen wollen mehr Aufmerksamkeit für nachhaltige Technologien und Lösungen schaffen und ein gesamtgesellschaftliches Umdenken für eine nachhaltige Wirtschaft anstoßen. Zudem sehen sie die Politik in der Pflicht, die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten.

„Die jungen Menschen von FridaysForFuture rütteln uns wach: Wir rasen in einem enormen Tempo auf eine Klimakrise zu, auch, weil die Gesetze und Vorgaben der aktuellen Politik nicht ausreichen“, so Dr. Katharina Reuter von UnternehmensGrün. „Die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass die technologische Entwicklung sehr schnell voranschreitet, die Möglichkeiten für den Klimaschutz enorm und die Kosten immens gesunken sind,“ betont Mit-Initiator David Wortmann, Unternehmer und Gründer der Eco Innovation Alliance. Doch derzeit schützten politische Rahmenbedingungen Geschäftsmodelle und Industrien der Vergangenheit – umweltfreundlichen Technologien bleibe dagegen ein fairer Marktzugang versperrt.

In ihrer Stellungnahme formulieren die Unternehmen von #EntrepreneursForFuture acht Forderungen:

  1. Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren.
  2. Beschleunigung der Energiewende durch schnellen Kohleausstieg, Umsetzung einer 100% Erneuerbaren Energien Strategie, Verankerung von Efficiency First, Steuerförderung für Gebäudesanierungen und ambitioniertem Gebäudeenergiegesetz.
  3. Divestment und Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025.
  4. Mobilitätswende mit Fokus auf effizienter Ausnutzung der Verkehrsmittel, öffentlichem Verkehr, geteilten Verkehrsmitteln, Kerosinsteuer sowie CO2-freie Antriebssysteme.
  5. Agrar- und Ernährungswende mit Maßnahmen wie der Ausdehnung einer ökologischen Landwirtschaft und Subventionen, die in Einklang mit den Klimaschutzzielen stehen.
  6. Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch Fest- und Durchsetzung von Rücknahme-, Recycling-, Wiederverwertungsquoten.
  7. Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups, die innovative Lösungen für die Steuerung/Bekämpfung der Klimakrise realisieren.
  8. Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5 °C-Ziel erreicht.

Die Stellungnahme kann noch bis Donnerstag, 23.5.2019, 23.59 Uhr von weiteren Unternehmen unter https://www.entrepreneursforfuture.org unterzeichnet werden. Die endgültige Zahl der Unterzeichnenden wird am Freitag, 24.5.2019, dem europaweiten Klimastreik-Tag, veröffentlicht.

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