25. Juni 2020

Aromapflege hilft Kindern durch schwere Zeiten

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit einigen Wochen hat uns das Corona-Virus fest im Griff. Vor allem die hohe Anzahl schwerer Verläufe von SARS-CoV-2-Infektionen, die eine intensivmedizinische Betreuung notwendig machen, bringen die Gesundheitssysteme vieler Länder an ihre Grenzen. Anders als bei klassischen bakteriellen Pneumonien befällt das Corona-Virus nicht die Lungenbläschen, sondern das zwischenliegende Gewebe. Die Betroffenen leiden in der Folge unter schwerer Luftnot.

Noch lässt sich allenfalls darüber spekulieren, wie sich die Corona-Krise und ihre Folgen langfristig auf Kinder und Jugendliche auswirken. Über eines sind sich Psychologen jedoch schon heute weitgehend einig: Die Erfahrungen dieser Wochen und Monate werden die Kinder maßgeblich prägen, vielleicht sogar ihr Leben lang.¹

Wie gut oder schlecht die Jüngsten in der Gesellschaft mit der ungewohnten Situation zurechtkommen, hängt dabei nach Einschätzung von Experten weniger von deren Alter als vielmehr davon ab, unter welchen Bedingungen der Pandemie-Alltag erlebt wird. Die mit Abstand größten Schwierigkeiten bereiten der Studie "Kind sein in Zeiten von Corona" des Deutsche Jugendinstituts (DJI) zufolge die Kontaktbeschränkungen: So gibt mehr als ein Viertel der befragten Eltern an, ihr Kind fühle sich einsam – vor allem, wenn es in der Familie nur ein Kind gibt. Insgesamt hat demnach jedes dritte Kind zwischen drei und 15 Jahren Probleme.

Insbesondere für kleinere Kinder ist es extrem schwer zu verstehen, warum sie ihre Freunde auf einmal nicht mehr treffen können. Überhaupt haben schon die Kleinsten sehr sensible Antennen, wenn es darum geht, Schwingungen und Stimmungen der Erwachsenen aufzunehmen. Wenn etwa jemand im Umfeld erkrankt oder die Eltern sehr ängstlich sind, überträgt sich das auch aufs Kind. Aber auch finanzielle Schwierigkeiten, Stress im Job der Eltern sowie der Verlust der gewohnten Tagesstruktur werden von Kindern vielfach als belastend empfunden – auch wenn sie dies häufig noch nicht artikulieren können.

¹ https://www.zeit.de/wissen/2020-04/quarantaene-coronavirus-kinder-folgen-psychologie


Kinder beziehen den Druck der Eltern gerne auf sich und fühlen sich schuldig

Doch auch (Grund-) Schulkinder, die die Situation schon besser überblicken, können tiefgreifende Ängste entwickeln – etwa, weil sie beim Homeschooling schlecht mitkommen, geeignete Ansprechpartner vermissen oder befürchten, versetzungsgefährdet zu sein. Insbesondere Kinder in belasteten oder sozial benachteiligten Familien sind häufig das schwächste Glied in der Kette, körperlich und seelisch. Sie fühlen sich „schuldig“ an den Sorgen der Eltern, wissen sich nicht abzugrenzen und beziehen alle Probleme auf sich.

Wenn die Seele leidet, macht sich das bei Kindern häufig in Form körperlicher Beschwerden bemerkbar. Schlaflosigkeit, Bettnässen sowie Bauch- oder Magenbeschwerden zählen zu den bekanntesten psychosomatischen Krankheitsbildern. Manche Jungen und Mädchen ziehen sich auch zurück oder verfallen in Sprachlosigkeit. Spätestens dann ist oft der Punkt erreicht, an dem Eltern ihre Kinder in die Hände einer Heilpraktikerin oder Therapeutin geben – und dort die wohltuenden Wirkungen von Aromapflege kennenlernen.

Denn naturreine Düfte können Kindern besonders sanft und liebevoll helfen, sich „gesehen“ und umsorgt zu fühlen. Eine Körpermassage mit seinem Lieblingsduft zeigt dem Kind: Ich bin wichtig, jemand sorgt sich um mich und nimmt sich Zeit. Der Duft kann auf ein Schnuppertüchlein aufgetragen und so überall hin mitgenommen werden. Damit hilft er, negative Denk- und Gefühlsmuster zu durchbrechen, neu Gelerntes zu verankern und Sonnenstrahlen in belastete Kinderseelen zu bringen. Viele Therapeuten, Psychologen und Ergotherapeuten arbeiten spielerisch mit Duftmemorys oder lassen Düfte erraten. Wer gerne bastelt, kann ein Duftbild aus Filz gestalten (z.B. mit einem Obstkorb aus Filzfrüchten, die Orangen und Zitronen werden mit ätherischen Ölen beduftet). Diese können gut im Flur oder Kinderzimmer aufgehängt und immer wieder nachbeduftet werden.


Der Lieblingsduft hilft dabei, sich wieder geborgen zu fühlen

Fußbäder helfen beim abendlichen Abschalten und Entspannen, Massagen mit duftenden Körperölen sorgen für genau die liebevolle Zuwendung und sanfte Berührung, nach der sich viele Kinder jetzt sehr sehnen. Umso besser, wenn Du den Kindern und / oder ihren Eltern nach der erfolgreichen Duftarbeit im therapeutischen oder Kliniksetting auch leicht anwendbare Tipps für zuhause mit auf den Weg geben kannst. Genau dafür sind die folgenden Tipps gedacht.


Rezept Fußbad „Träum süß“:
3-4 Tropfen der Duftmischung Träum süß in ein Fußbad geben und das Kind vor dem Schlafengehen damit entspannen lassen. Lavendel, Benzoe Siam und Ho-Blätter sorgen für Entspannung und wirken psychisch ausgleichend.


Massageöl „Kuschelzauber“:
100 ml Mandelöl bio
1 Tropfen Vanilleextrakt bio
1 Tropfen Lavendel fein demeter
2 Tropfen Mandarine rot demeter
Öle mischen und bei Bedarf z.B. auf dem Rücken sanft einmassieren.


Duftlampenmischung gegen Ängste:
2 Tropfen Rose türkisch bio 10%
2 Tropfen Rosengeranie bio
1 Tropfen Mandarine rot demeter
1 Tropfen Zeder


Welche ätherischen Öle sind für Kinder und Jugendliche besonders geeignet?

Zu den ätherischen Ölen, die bei sich bei der Unterstützung von Kindern mit Ängsten und Unsicherheit bewährt haben, zählen Orange und Mandarine rot (z.B. als Dufttüchlein). Benzoe siam, Tonka und Vanille schenken kindliche Geborgenheit, Kamille römisch ist bei aggressiven und wütenden Kindern sehr hilfreich, aber auch in der Pubertät, Zeder sorgt bei Hilflosigkeit für Wurzeln. Lavendel, Bergamotte und Rosengeranie entspannen, beruhigen und wirken ausgleichend auf die Seele. Neroli eignet sich als „Trauma-Öl“.

Besonders praktisch sind speziell für Kinder und Jugendliche konzipierte Fertigmischungen wie unser Beschütz mich Raumspray bio. Sein blumig-süßer Duft vertreibt Fantasiewesen und ängstigende Gedanken. Orange und Mimose geben Kindern auch in Momenten vorübergehender Trennung ein Gefühl der Geborgenheit. Erwachsene können den Duft einfach bei Bedarf in die Luft, unters Bett oder an alle anderen Stellen sprühen, vor denen sich Kinder fürchten. Auch der Drachenmut Duft Roll-On bio ist schnell angewendet: Er fördert das Selbstbewusstsein und kann ganz einfach auf Handgelenke, Fußsohlen, Nacken oder Schläfen aufgetragen werden.

Durch ihre geringere Konzentration schon für kleinere Kinder gut geeignet sind übrigens die Hydrolate von Lavendel, Orangenblüten und Rose sowie als Fertigmischung das SOS Spray bio von PRIMAVERA. Man kann sie gut auf Puls, den Brustbereich oder aufs Kopfkissen aufsprühen.

Weitere spannende Infos zur Dosierung und Auslobung von ätherischen Ölen findest du hier.


Schwierige Zeiten haben auch ihre guten Seiten

Bei aller berechtigten Sorge um das seelische Wohlergehen ihrer Kinder solltet ihr Eltern allerdings auch deutlich machen, dass es keinen Sinn hat, sich zu sehr unter Druck zu setzen. Psychologen wissen: Die Krise bietet auch Chancen. So können Eltern, die sonst wenig Zeit mit ihren Kindern haben, die Bindung zu ihren Kindern jetzt stärken und sie noch besser kennenlernen. Wenn sie sich erlauben, diese Zeit zwischendurch auch einfach mal zu genießen, gemeinsam zu spielen oder zu kuscheln, hat das mit Sicherheit positive Effekte – und stärkt uns am Ende alle darin, diese herausfordernde Zeit erfolgreich zu meistern.

Ich hoffe, dass ich Dir mit den Tipps in dieser Ausgabe ein paar nützliche Hinweise für den Alltag geben konnte. Wenn dir die Aromapflege-News gefallen haben, empfehle sie gerne weiter. In unserer Facebookgruppe gibt es weitere Möglichkeiten des kollegialen Austauschs, für Fragen steht dir unsere Aromapflege-Fachberatung gerne zur Verfügung.

         Lena Schröder


Kontakt zu PRIMAVERA:
aromaberatung@primaveralife.com
Telefon: +49 8366-8988-878

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