10.000 € Spende dank erfolgreicher Weihnachtskollektion 2013

Oy-Mittelberg, April 2014 – Eine außergewöhnliche Verbindung besteht seit Jahren zwischen dem Aromatherapie und Bio- & Naturkosmetikunternehmen PRIMAVERA und Bhutan. Besonders dem Geschäftsführer Kurt L. Nübling liegt seit seinem ersten Besuch vor über 25 Jahren dieses kleine Land am Fuße des Himalayas mit seiner unglaublichen Naturvielfalt und Ursprünglichkeit sehr am Herzen. Vor drei Wochen ist er erst von seinem Besuch beim langjährigen Lemongrass-Anbaupartner weit im Osten des Landes zurückgekehrt.

Eine große Ehre wurde ihm während seines Aufenthaltes in Thimphu zuteil. Er hatte die Gelegenheit Ashi Tshering Pem Wangchuk, ihre Majestät die Mutter des Königs zu treffen und mit ihr über ein gemeinsames Projekt, den Bhutan Youth Development Fund persönlich zu sprechen. Beide engagieren sich für diese vertrauenswürdige Organisation, die zahlreiche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche im Bereich Schule, Ausbildungsförderung und sinnvolle Freizeitgestaltung unterstützt. Und so freute sich Kurt L. Nübling, dass er dank der erfolgreichen PRIMAVERA Weihnachtskollektion 2013 eine großzügige Spende mitgebracht hatte und damit nun ein bisschen Glück mit der nächsten Generation Bhutans teilen kann.

Über den Scheck von PRIMAVERA in Höhe von 10.000 € an den Bhutan Youth Development Fund freuten sich besonders die Kinder, wie man an den vielen glücklichen Gesichtern erkennen kann.

„Thank you PRIMAVERA for you generous contribution to YDF for the overall youth activities in Bhutan. Your willingness to help the children in our community whether the crises in their lives makes all the difference for our country.“, schreibt der Bhutan Youth Development Fund in facebook.

Für eine leichtere Zukunft dank des Bhutan Youth Development Funds

PRIMAVERA hat durch seinen langjährigen Lemongrass-Anbaupartner Bio BHUTAN von der Organisation erfahren. Deren Einsatz für Kinder und Jugendliche hat Kurt L. Nübling tief beeindruckt: „Wir möchten uns gerne für dieses traumhaft schöne Land sowie für seine Menschen einsetzen.

Der Youth Development Fund unterstützt auf besondere Art junge Menschen mit schwierigen Lebensbedingungen und ermöglicht ihnen durch zahlreiche Projekte eine gute Voraussetzung für eine selbstbestimmte Zukunft. So könnten z.B. Kinder aus armen und entlegenen ländlichen Gemeinden den weiten Schulweg nicht täglich bewerkstelligen und benötigen daher Unterkünfte und Verpflegung in der Nähe der Schule.“

Des weiteren organisiert der Youth Development Fund Freizeitaktivitäten. Hier werden Kinder betreut und individuell gefördert, was gerade für körperlich und geistig Behinderte extrem wichtig für eine gute Entwicklung ist. Jugendliche, die die Schule bereits verlassen haben, fördert die Organisation mit Fortbildungen und Trainingsmaßnahmen. Besonders junge Mädchen profitieren von Stipendien und Ausbildungsprogrammen, die den Schritt ins Arbeitsleben erleichtern.

Der Donnerdrache lebt bio

Bhutan gilt auch als das „Land des Donnerdrachens“. Als Kurt L. Nübling 1989 durch Heinrich Harrer persönlich, den bekannten Himalaja Bergsteiger, vom Lemongrassanbau im Osten Bhutans erfuhr, war er sofort begeistert. Ein Jahr, einige Besuche und viele Gespräche später, gründete sich die Kooperative Bio BHUTAN, die seitdem das ätherische Lemongrassöl von Hand erntet, in kleinen transportablen Destillen vor Ort verarbeitet und direkt zu PRIMAVERA ins Allgäu schickt.

Aber nicht nur das zitrusartig duftende ätherische Öl hatte es ihm angetan. Er war fasziniert von der unendlichen Artenvielfalt dieses kleinen Landes, seinen fliegenden Schlangen, Süßwasserdelfinen und Tiger. Verteilt über drei Klimazonen erstrecken sich üppige Regenwälder mit exotischen Pflanzen bis in die alpinen Hochlagen. Ein absolutes Tier- und Pflanzenparadies im Himalaja! Die Menschen dort sind sich dieser kraftvollen Flora und Fauna bewusst und bringen ihr großen Respekt entgegen. Bhutan ist reich an Naturschätzen.

Diese zu bewahren, liegt Kurt L. Nübling sehr am Herzen. „Wer weiß, vielleicht wird dieses außergewöhnliche Land deshalb für uns alle mal die genetische Schatzkammer der ganzen Welt? Das könnte in der Zukunft bedeuten, dass wir „Wohlstandsnationen“ dann Entwicklungshilfe aus Bhutan benötigen.“, lächelt der engagierte Naturschützer tiefgründig.

An der Entscheidung des Landes, seine Landwirtschaft komplett auf bio umzustellen, war er nicht ganz unschuldig. Bei seinen Gesprächen vor 25 Jahren mit dem damaligen Landwirtschaftsminister, wurde der Anstoss zum Bio-Anbau geboren. Das wurde ihm vor ein paar Wochen von dessen Nachfolger auf der IFOAM Konferenz in Thimphu wieder bestätigt.

HINTERGRUND INFORMATIONEN

Das Königreich Bhutan…

… ist ein kleines Land in Asien, das sich eng an die gewaltigen Bergmassive des Himalaya schmiegt.

Es hat die Sinnfrage schon in den 70er Jahren für sich beantwortet und legte damals ein einzigartiges Staatsziel fest: Glück! Seitdem bestimmt das Wohlbefinden jedes einzelnen Bürgers die tägliche Regierungsarbeit und wird sogar Jahr für Jahr in Bevölkerungsumfragen neu bewertet.

Trotz großem Naturreichtum und staatlich definiertem „Bruttonationalglück“ ist Bhutan auch ein raues Land mit begrenzter Infrastruktur und harten Lebensbedingungen. Auch wenn der Gesundheits- und Bildungssektor ausgebaut wurde und der Umweltschutz fest etabliert ist, so fehlt es vielen Familien am Nötigsten.

„Bruttonationalglück“ in Bhutan

Der Begriff Bruttonationalglück wurde 1979 vom damaligen König von Bhutan, Jigme Singye Wangchuck, geschaffen. Er wollte damit einem Journalisten verdeutlichen, wie wichtig für das Land das Bewahren der eigenen kulturellen Identität und der Werte des Buddhismus ist. Damit wollte er sich bewusst vom westlichen Bestreben nach immer schnellerer und höherer Produktivität abgrenzen.

Er formulierte damals das Ziel, dass jeder Mensch in Bhutan so glücklich wie möglich leben soll. Für die entsprechenden Rahmenbedingungen ist die Regierung zuständig.

Heute sind diese 4 Säulen des Bruttonationalglücks für das Land definiert:

  • Vertrauensbewusste Regierungsführung
  • Sozial gerechte Bevölkerungs- & Wirtschaftsentwicklung
  • Schutz der kulturellen Vielfalt
  • Umwelt- & Naturschutz

Seit 2006 folgt sein Nachfolger und Sohn, König Jigme Khesar Namgyel, seinem Vorbild und setzt sich engagiert für Demokratie und Nachhaltigkeit ein. Anhand eines Wertekataloges per Bevölkerungsumfrage lässt er jährlich die Zielerreichung der Glücksformel überprüfen.